let me go... down



let me go … down
Performance by Robert Steinberger
in collaboration with Guillaume Trionfo

Thursday April 6th 8:00 pm
Saturday April 8th 8:00 pm – Conversation with Nathan Schocher (Philosopher & Gender Theorist) following the performance

hosted by Le Foyer and Wagner & Friends

Conversation XLVII



Vittorio Santoro (*1962, Zürich und Paris) im Gespräch mit Linda Jensen (Kuratorin und Mitherausgeberin Torrent, Magazine for Source Material by Artists, Zürich) 

Searchin For... (An Evening in Zurich) 

Vittorio Santoros konzeptuelle Arbeiten gehen von literarischen, soziopolitischen und anderen Referenzen aus, die er auf räumliche oder performative Dimensionen hin weiter denkt. Dabei setzt er sich mit wechselseitigen Bezügen von Wahrnehmung und Verkennung, von kulturellem Gedächtnis und Anästhesie sowie mit gesellschaftlichen Kontrollmechanismen auseinander. Mit der Installation In/Voluntary Movement Diagram (Josef K.) (2014) konzipierte er beispielsweise eine Art architektonisches Diagramm, das die Bewegungen von Franz Kafkas Protagonisten Josef K. im ersten Kapitel von Der Prozess (1925) in eine reduzierte räumliche Situation übersetzt.

Gemeinsam mit Linda Jensen gestaltet Vittorio Santoro bei Le Foyer einen Abend, der sich um Fragen nach dem Suchen, Verfolgen, Aufzeichnen und Reaktivieren von Bewegungen und Spuren dreht. Dabei werden auch die «real-time activity» Mapping/Erasing (2016) und die Diaprojektion Searching For… (A Day and Night in Amsterdam), II (20122014) eine Rolle spielen. Gespräch in Englisch / Deutsch.

Freitag, 17. Februar 2017, 19.00


 
 Vittorio Santoro, Searching For… (A Day and Night in Amsterdam), II (20122014)

Conversation XLVI


Uriel Orlow (lebt in London und Zürich) im Gespräch mit Kadiatou Diallo (lebt in Kapstadt und Basel) 

Points (of) Perspective (on) Positioning 

Positionierung bestimmt Perspektive und vice versa. Im öffentlichen Raum werden Positionen politisch und werfen Fragen auf. 

Worauf richtet man den eigenen Blick? Wohin will man ihn lenken? Von wo blickt man? Als Insider oder Outsider? Und vor allem wie blickt man? 

Kadiatou Diallo und Uriel Orlow stellen sich diese Fragen in ihrer respektiven Praxis als Kuratorin und Künstler immer wieder neu und versuchen ihnen im gemeinsamen Gespräch bei Le Foyer nachzugehen.

Dienstag, 6. Dezember, 19h30

 Uriel Orlow, Yellow Limbo

screening

INFRASTRUCTURES
 
Filmscreening und Gespräch mit AurèleFerrier (*1975/CH, lebt und arbeitet in Zürich)


In seinen Videoarbeiten beschäftigt sich Aurèle Ferrier immer wieder mit der Leere – im eigentlichen wie im übertragenen Sinne. Im Videoessay DESERT TALKS (2014) fährt die Kamera langsam über karge Steppenlandschaften oder zeig Strassen einer chinesischen Grossstadt, derweil aus dem Off die Stimmen von Menschen klingen, die sich über die Begriffe der Leere und der Wüste Gedanken machen. Bei Le Foyer zeigt Aurèle Ferrier seinen Film INFRASTRUCTURES (2014, 23’), der dem Moment der Leere inmitten der Zivilisation nachspürt. In leeren Grossraumbüros, Shoppingcenters oder Vorstadtstrassenzeilen offenbart sich nicht nur die Details der architektonischen Formen, sondern wird auch ein gewisses Unbehagen in diesen menschenleeren «Infrastrukturen» spürbar.

Sonntag, 27. November 2016, 18


Filmstill, INFRASTRUCTURES, © Aurèle Ferrier

lecture-performance



Performance mit Gioia Dal Molin, Anna Francke, Petra Koehle, Georg Rutishauser, Riikka Tauriainen, Nicolas Vermot-Petit-Outhenin 

[f: la répète] 

Die Lecture Performance [f: la répète] basiert aus dem gleichnamigen zweiteiligen Rechercheprojekt bei Le Foyer. Der Ausdruck «la répète» wird für Theater- oder Tanzproben verwendet, als Kurzform von «répétion» verweist er aber auch auf eine Wiederholung. Im Zentrum des Projekts stehen die Auseinandersetzung mit postkolonialer Kritik und Theorie, Selbst- und Fremdrepräsentation, den Überschneidungen von Gender mit ökonomischen und ideologischen Kategorien oder mit den Nachwirkungen der Verstrickungen der Schweiz in einer (post-)kolonialen Weltordnung mittels archiv- oder lektürebasierten Recherchen und Gesprächen mit Gästen. Aus dem Material Audio-, Foto- und Filmaufnahmen, Text- und Archivauszüge, – sind Skripte entstanden, die sowohl Aufzeichnungsverfahren als auch Grundlagen für Aufführungen oder Umsetzungen sind.


Freitag, 25. November 2016, 18h

VOLUMES Independent Art Publishing Fair

Stall 6, Gessnerallee, Zürich 






Conversation XLV


Monica Ursina Jäger (*1974/CH, lebt und arbeitet in London und Zürich) im Gespräch mit Heiko Schmid (*1978/D, lebt und arbeitet in Zürich) 

Metaphysische Maschinen? 

In seinem neu erschienenen Buch Metaphysische Maschinen beschäftigt sich der Kunstwissenschaftler Heiko Schmid mit so unterschiedlichen aber gleichzeitig für die aktuelle Kunst wichtigen Phänomenen wie der populären Astronomie, der Künstlerbewegung der Futuristen, dem Science-Fiction-Genre, den Entstehungszusammenhängen der Raketentechnologien und dem Theorem der vierten Dimension. Das zentrale Anliegen seiner Studie ist es, den Maschinenbegriff kultur- und kunsthistorisch in einen komplexen Rahmen technoimaginativer Entwicklungen einzubetten.

Die Künstlerin Monica Ursina Jäger setzt sich in ihren Zeichnungen und Installationen mit den Anlagen unserer Gegenwarts- und Zukunftsvorstellungen auseinander. Sie thematisiert in ihrer künstlerischen Arbeit dabei oft jene technoimaginativen Bedingungen und Begebenheiten unserer sowohl natürlichen wie auch konstruierten Umwelt, die Heiko Schmid in seiner Studie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. In einem gemeinsamen Gespräch diskutieren sie die Relevanz von Heiko Schmids Themen und Thesen für aktuellste Entwicklungen in Kunst und Kultur.


Dienstag, 15. November 2016, 19h

short films



All Eyes on Us


Kurzfilmscreening, zusammengestellt von Aline Juchler (Internationale Kurzfilmtage Winterthur)
 
Die Kurzfilme bringen unsere eingefleischten Muster in Bewegung, stellen gängige Determinierungsprozesse auf die Probe: Sie zeigen verschiedene Sichtweisen auf Frauen, auf unsere Wahrnehmung dessen, was als weiblich empfunden wird. Sind es Äusserlichkeiten oder das innere Selbst und warum sind wir uns gewissen Dingen so sicher?

Mit Filmen von Melanie Bonajo, Randa Maroufi und Donna Verheijden.

Dienstag, 1. November 2016, 20h



Night Soil – Economy of Love, 2015, film still, Courtesy Melanie Bonajo & AKINCI, Amsterdam