[f: la répète] Part III


Book Launch & Apéro 

Samstag 3. Juni 2017, 16h 

Ein Projekt von Petra Koehle / Nicolas Vermot-Petit-Outhenin, Riikka Tauriainen, edition fink (Georg Rutishauser) und Le Foyer (Gioia Dal Molin / Anna Francke)








Gioia Dal Molin, Anna Francke, Petra Koehle, Georg Rutishauser, Riikka Tauriainen, Nicolas Vermot-Petit-Outhenin, [f: la répète], 160 Seiten, 272 Abbildungen und 10 Reprints, 27 x 20 cm, seitliche Drahtheftung, hrsg. von Le Foyer, Zürich: edition fink, 2017

An den Beiträgen und Gesprächen der Publikation [f: la répète] waren folgende Gäste beteiligt: Sabian Baumann, Serena O. Dankwa, knowbotiq (Yvonne Wilhelm, Christian Hübler), René Muhmenthaler, Corinne Pellegrino, Kerstin Schroedinger, Dana Widmer, Heinz-Jürgen Voss und Besucher_innen.



Conversation XLX


Agnes Barmettler (*1945, Wölflinswil) im Gespräch mit Rosmarie Schmid und Michael Hiltbrunner

begrenzt beschränkt

Agnes Barmettler war mit sozialkritischen figurativen Arbeiten in den 1970er-Jahren Teil der aktiven Kunstszenen im Kanton Solothurn und in der Innerschweiz. Ihr Interesse an urmenschlichen Verhaltensweisen führte sie zum Labyrinth, zur künstlerischen Zusammenarbeit mit Rosmarie Schmid und zur Auseinandersetzung mit der matriarchalen Kultur der Hopi in Arizona. Dort entstand beispielsweise der Dokumentarfilm Techqua Ikachi, Land − Mein Leben (1989).
In unmittelbarer Nähe von Le Foyer, auf dem ehemaligen Kasernenareal, befindet sich der Labyrinthplatz Zürich. 1991 von einer Gruppe Frauen gegründet funktioniert er seither als öffentlicher und offener Ort des Austauschs und kreativen Handelns und hat ein internationales Netzwerk zahlreicher Labyrinthinitiativen angeregt. Die beiden Initiantinnen Agnes Barmettler und Rosmarie Schmid diskutieren mit dem Kurator und Forscher Michael Hiltbrunner, welche Rolle das Labyrinth als Symbol und Modell, aber auch Kunst heute spielen können.

Mittwoch 10. Mai 2017, 19 Uhr  



Agnes Barmettler, vergängliche Amaranth-Zeichnung, 26.4.17, ca. 42 x 38cm
  

Conversation XLIX


Sophie Nys (Brussels / Zürich) invited Elena Filipovic, Kunsthalle Basel, Leila Peacock, (Zürich), Raphaël Pirenne, (SIC), Brussels, and Elfi Turpin, CRAC Alsace,

to palaver about Marcel Duchamp, geopolitical tensions, mating slugs, and books.

Not a shoe

In the realm of the cold war, the Water Supply Department of  Zürich initiated a competition for artists to develop a fountain that would serve as an overall and autonomous water circuit. Half a century later, the city of Zürich is scattered with almost 90 identical fountains designed by Alfred Aebersold.
Seduced by its sculptural qualities and art historical references, Sophie Nys documented all fountains for an artist book, which will include words by Leila Peacock and will be published with (SIC) in early summer 2017.

Saturday 29 April, 2017, 5 − 8pm
 




Conversation XLVIII


25.4. Ilona Ruegg im Gespräch mit Joachim Ender* und Florian Dombois**

Montage mit Tarnung

Für die Skulpturen Biennale Weiertal hat die Künstlerin Ilona Ruegg einen bestehenden Jagdhochsitz mit radarabschirmenden Materialien beschichtet und das nun dunkel schimmernde Objekt direkt jenseits der Grenze des Skulpturenparks platziert. Ausgehend von dieser Arbeit denkt Ilona Ruegg im Gespräch mit Joachim Ender – Experte für Hochfrequenzphysik und Radartechnik – und mit Florian Dombois – Künstler, Geophysiker und Philosoph – unter anderem über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, über identitätsbedingtes partielles Sehen oder über die Macht der Tarnung nach.

* Joachim Ender, emeritierter Professor am Fraunhofer Institut am Wachtberg, FHR für Hochfrequenzphysik und Radartechnik und FGAN Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften - In den 13 Jahren Institutsleitung, hat er die Einrichtung zum größten Radarforschungs-Institut in Europa gemacht. Ausser für Verteidigung und Sicherheit entwickeln die Wissenschaftler dort mittlerweile auch zivile Radaranwendungen für Weltraum, Umwelt, Verkehr und Produktion.

** Florian Dombois, Künstler, beschäftigt sich mit Zeit, Landformen, Tektonik, wissenschaftlichen und technischen Fiktionen in unterschiedlichen Darstellungen und Publikationsformaten. Er  studierte Geophysik und Philosophie in Berlin, Kiel und Hawaii. 2003 erhielt Florian Dombois einen Ruf an die Hochschule der Künste Bern, an der er das Y Institut aufbaute. Seit Herbst 2011 ist er Professor an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und leitet den Forschungsschwerpunkt Transdisziplinarität.

Dienstag, 25. April, 2017, 19.30 Uhr  

 Foto: Ilona Ruegg
 

Exhibition



Claudia de la Torre

The Questions Library


In 2013 Claudia de la Torre (*1986, Berlin) started The Questions Library as an ongoing project with the aim of gathering, classifying, and showing books whose titles are phrased as questions. For the project’s 4th edition in Zürich visitors are again invited to donate books containing questions in the title and thus enlarging the library’s stock – now about 500 titles – with their contribution. 


Organised in collaboration with edition fink, Zürich.

Exhibition
21 – 23 April 2017

Opening and book presentation
The Questions Library Catalogue, fink twice 506, Zürich, 2016

Thursday 20 April, 6 pm

Can I send a fax from the library?
Claudia de la Torre in conversation with Roland Früh, head of Kunstbibliothek Sitterwerk, St. Gallen

Friday 21 April, 7 pm

Opening hours
Friday 1–7 pm

Saturday / Sunday 2–6 pm

and by appointment










let me go... down / Performance


let me go … down
Performance by Robert Steinberger
in collaboration with Guillaume Trionfo

Thursday April 6th 8:00 pm
Saturday April 8th 8:00 pm – Conversation with Nathan Schocher (Philosopher & Gender Theorist) following the performance

hosted by Le Foyer and Wagner & Friends

Screening



How to decide what to do with your life


Können andere Entscheidungen zu anderen Realitäten führen? Lassen sich Lebensläufe verändern? Inwiefern prägt das soziale Umfeld? Und welche Rolle spielt der Zufall? Solch biografische Fragestellungen waren Ausgangspunkt von Lena Maria Thürings mehrteiligem Projekt How to decide what to do with your life, das sie 2016 bei Le Foyer realisierte.

Ausgehend von Interviews erarbeitete Lena Maria Thüring in einem mitunter fiktionalisierenden Schreibprozess ein Skript aus biografischen Fragmenten, das als Grundlage für eine performative Inszenierung mit vier SchauspielerInnen und einer Filmcrew in einem installativen Setting diente. Indem sich eindeutige Zuschreibungen bereits im Skript auflösten und Rolle und Person der Schauspielerinnen nicht länger eindeutig getrennt waren, wurden biografische Verläufe zum Gegenstand eines Spiels von Potentialitäten. Nach der im Herbst 2016 im Helmhaus Zürich ausgestellten Videoinstallation, die von zwei Handkameras gefilmte Probesituationen zeigt, schliesst das Screening bei Le Foyer das Projekt ab.


Freitag 31. März, 2017, 18.30 Uhr


How to decide what to do with your life wurde massgeblich vom Kunstkredit Basel-Stadt und von der Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung unterstützt sowie mit einem Werkbeitrag der Stadt Zürich ausgezeichnet.

 Foto: Nadia Schneider