[f: la répète] Programm

Arbeitsgespräch 
Über Feminotopien  
Gast: Kerstin Schroedinger
Freitag 30. Oktober, 18h 


Mary Louise Pratt, Imperial Eyes, 1992, S. 165



Arbeitsgespräch
Über den Spielraum bei Übersetzungen im politischen Umfeld I
Gast: René Muhmenthaler, Simultandolmetscher
Montag 2. November, 10h




Arbeitsgespräch 
Über narrative Strategien singulärer Geschichtsschreibung 
Gast: knowbotiq reasearch (Yvonne Wilhelm, Christian Hübler)
Mittwoch 4. November, 10h

Petra Koehle / Nicolas Vermot-Petit-Outhenin



Arbeitsgespräch
Über den Spielraum bei Übersetzungen im politischen Umfeld II
Gast: Corinne Pellegrino, freiberufliche Konferenzdolmetscherin
Donnerstag 5. November, 15h



Closing Night 
Gast / Live Set: Walid El Barbir
Freitag 6. November, 20h






 

[f: la répète]
Öffnungszeiten Fr: 15–19, Sa: 14–16
Le Foyer wird auch ausserhalb der Öffnungszeiten als Arbeitsort genutzt,
BesucherInnen sind willkommen.


 



Conversation XLVII


Sabian Baumann (Künstler*, Zürich) im Gespräch mit Heinz-Jürgen Voss (Professor am Institut für Sexualwissenschaft, Hochschule Merseburg) und Serena O. Dankwa (Sozialanthropologin und Journalistin, Basel)

«A Fiction called Gender» – Über Geschlecht und Kapitalismus

Entspricht das binäre, heteronormative Modell der bestehenden Geschlechterkategorien «Frau und Mann» unserer körperlichen und psychischen Realität? Wie hängen Auffassungen von Geschlecht mit dem kapitalistischen System zusammen? Wie wirken koloniale Verstrickungen darauf ein? Und welche Alternativen gibt es?
Diese Fragen sind Teil von Sabian Baumanns langfristiger Auseinandersetzung mit dem Thema Geschlecht in Kunst und Alltag. Sie_er verfolgt diese insbesondere in kollaborativen queerfeministischen Projekten. Bei Le Foyer diskutiert sie_er gemeinsam mit Heinz-Jürgen Voss, der zu Queer Theory, Queer Politics, Kapitalismuskritik und biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien forscht, und mit Serena O. Dankwa, die sich mit queerfeministischen und postkolonialen Ansätzen beschäftigt und zum Thema Female Friendship and Same-Sex Intimacy in Postcolonial Ghana promovierte.

Montag 26. Oktober 2015, 19.00

Heinz-Jürgen Voss / Salih Alexander Wolter, Queer und (Anti-)Kapitalismus, Stuttgart 2013

Das Gespräch findet im Rahmen von [f: la répète] statt.



Sabian Baumann, Gigant_in, aus der Serie: Liebe und Traum,
horizontales Paradies, 2014, Bleistift auf Papier
 

[f: la répète]

Ein Projekt von Petra Koehle / Nicolas Vermot-Petit-Outhenin, Riikka Tauriainen, edition fink (Georg Rutishauser) und Le Foyer 

Der Ausdruck «la répète» (auch «la répèt’») wird im umgangssprachlichen Französisch für Theater- oder Tanzproben verwendet, als Kurzform von «répétion» verweist er – im Gegensatz zu >>Probe – aber auch auf eine >>Wiederholung. Am zweiteiligen Rechercheprojekt [f: la répète] sind mit Petra Koehle, Nicolas Vermot-Petit-Outhenin, Riikka Tauriainen, Georg Rutishauser, Gioia Dal Molin und Anna Francke sechs AkteurInnen beteiligt, die in Part I während drei Wochen gemeinsam bei Le Foyer im Kunstraum Réunion arbeiten. Das räumliche Setting, die von den Beteiligten gesetzten inhaltlichen Schwerpunkte und die Verbindung über ein >>Skript zur zweiten Episode geben dem Projekt eine gewisse Rahmung. Zugleich generieren kollektive, auf fortdauerndem Austausch basierende >>Arbeitsprozesse eine offene, experimentelle Anlage, in der die eigene künstlerische, verlegerische oder kuratorische Praxis zur Debatte steht und eindeutige >>Rollen und Funktionen nebensächlich werden. 

Part I 18. Oktober bis 7. November 2015





[f: la répète]



A project by Petra Koehle /Nicolas Vermot-Petit-Outhenin, Riikka Tauriainen,
edition fink (Georg Rutishauser) and Le Foyer (Gioia Dal Molin / Anna Francke)

Part I
18 October – 7 November 2015

Part II
10 January – 30 January 2016 

Opening
Sunday 18 October, 2 pm

Closing Night
Friday 6 November, Sound by Walid El Barbir
Monday 26 October, 7 pm

Talk
„A Fiction called Gender“ – Über Geschlecht und Kapitalismus
Sabian Baumann in conversation with Heinz-Jürgen Voss and Serena O. Dankwa
(in German)

Schedule and additional guests will be announced.
Opening Hours: Fri 3–7 pm, Sat 2–4 pm and by appointment


conversation XLVI


CKÖ (Daniel Lütolf, Georg Krummenacher und Sara Widmer) im Gespräch mit Nicolas Müller und David Kohler (aka Knackeboul)

No Plän Länd

Lust, Intuition und Begeisterung deklarieren das Kunstkollektiv CKÖ als zentrale Antriebskräfte für ihr Tun. „Wenn es keinen Spass macht ist es scheisse“ schreiben sie uns in einer E-Mail zur Vorbereitung des Le Foyer-Talks an der Werkschau 2015. Die im Haus Konstruktiv gezeigte Installation YUMIMEI mit zwei Baumaschinen, die sich wohl liebevoll, aber auch forciert zueinander hin neigen, ist das Resultat ebenso ernsthafter wie auch lustvoller künstlerischer Arbeitsprozesse. Im Gespräch mit dem Snowboarder Nicolas Müller und dem Rapper und Beatboxer Knackeboul sinnieren sie nicht nur über die Relevanz von Handlungsräumen zwischen seriösem Planen und intuitivem Fliessen, sondern auch über den Zusammenhang zwischen Spass und Mangosauce.

Mittwoch, 30. September 2015, 18h
 
Selnaustrasse 25
8001 Zürich

 ©CKÖ

conversation XLV


Delphine Chapuis Schmitz (*1979) und Veronika Spierenburg (*1981) im Gespräch mit Florian Dombois (*1966, Künstler, Leiter Forschungsschwerpunkt Transdisziplinarität an der ZHdK) 

Der halbe Millimeter  

Die Frage, wie mittels gesprochener Sprache Architektur beschrieben, abstrahiert und reflektiert werden kann, ist für die Audioinstallation Wed rather not talk about Ludwig / Wed rather not talk about Margarethe (2015) von Delphine Chapuis Schmitz und Veronika Spierenburg von zentraler Bedeutung. Ausgangspunkte ihres Gesprächs mit Florian Dombois, der interdisziplinär zu Kunst und Forschung, seismologischen Phänomenen und Sonifikation arbeitet, sind die (vermeintliche) Aufhebung des Visuellen und das Potential eines «Hörraums als alternativer Denkraum» (Dombois). Als weitere Episoden des Abends stehen Ludwig Wittgensteins Konstruktionsentwürfe für Flugzeugpropeller, implizite vs. referenzielle Genauigkeit und nicht zuletzt Sprache als Material eines nicht propositionalen Denkens zur Diskussion. 

Freitag, 4. September 2015, 19 Uhr

Ausstellung
We’d rather not talk about Ludwig / We’d rather not talk about Margarethe
bis 5. September, Fr ab 16 Uhr, Sa 14 – 18 Uhr und auf Anfrage  



Technische Zeichnung von Ludwig Wittgenstein, 1910