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Conversation XLIV

Pascal Schwaighofer im Gespräch mit Vesna Tomse, Stadtsoziologin und -aktivistin, und Daniela Kühne, Dozentin für Öffentliches Recht an der Universität Luzern und stellvertretende leitende Gerichtsschreiberin am Verwaltungsgericht Zürich

the common


Im Rahmen des performativen und ephemeren Projekts La madonna dei tulipani malt Pascal Schwaighofer während der Gasträume2016 historische Tulpengemälde auf den Maagplatz beim Prime Tower. Wenn er mit den Tulpenmotiven symbolhaft auf spekulative Wirtschafts- und Finanzmechanismen anspielt, erfolgt dies an einem Ort, der im Zuge eines regelrechten Baubooms innert weniger Jahre vom Industriequartier zum Sitz internationaler «Wirtschafts- und Finanzplayer» geworden ist.

Gemeinsam mit Vesna Tomse und Daniela Kühne diskutiert Pascal Schwaighofer Fragen zu öffentlichen und privaten Räumen aus städtebaulich-soziologischer und rechtlicher Perspektive: Wie manifestieren sich private und öffentliche Bereiche und wo lassen sich Verschränkungen oder Grauzonen ausmachen? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Gestaltung, Zugänglichkeit und Nutzung? Welche Rolle spielen wirtschaftliche Interessen? Und inwiefern vermag das Konzept des «common», des Gemeinsamen, neue Perspektiven auf städtische Räume zu eröffnen?



Das Gespräch findet im Rahmen der Gasträume 2016 statt (bis 4. September 2016). 



Freitag, 15. Juni, 18h

Maagplatz, beim Prime Tower, Zürich (bei jeder Witterung)  
 

LA MADONNA DEI TULIPANI

Pascal Schwaighofer
Maagplatz, Zürich
8. Juni – 4. September, 2016

Strassenmalereien zählen zu den frühesten Formen von Kunst im öffentlichen Raum. In der Tradition der Madonnari, italienischer Strassenmaler, malt Pascal Schwaighofer während der Gasträume 2016 Motive aus historischen Tulpengemälden auf den Maagplatz beim Prime Tower im Kreis 5. Das sowohl performative wie auch ephemere Projekt greift Fragen nach der Darstellung und Wertigkeit von Arbeit auf – StrassenmalerInnen werden ja gewöhnlich von PassantInnen unmittelbar entlöhnt. Zugleich verweisen die Motive auf die Tulpe als Gegenstand wirtschaftlicher Spekulationen in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts sowie auf spekulative Dynamiken der spätkapitalistischen Finanz- und Kunstmärkte, die ebenso auf abstrakten Wertezuschreibungen beruhen.

Gasträume 
Kunst auf öffentlichen Plätzen Zürichs

7. Juni, 18hEröffnung Gasträume, ERZ, Josefstr. 205, 8005 Zürich

15. Juli, 18h, Maagplatz
the common 
Pascal Schwaighofer im Gespräch mit Vesna Tomse, Stadtsoziologin, und Daniela Kühne, Dozentin für Öffentliches Recht, Universität Luzern


Pascal Schwaighofer, La madonna dei tulipani, 2016, Maagplatz Zürich

TULIPMANIA


Buchvernissage Tulipmania mit einer performativen Lesung von Pascal Schwaighofer 

Im Rahmen des Projekts Economimesis setzt sich Pascal Schwaighofer (*1976) seit 2013 ausgehend vom Motiv der Tulpe mit den Verknüpfungen von ästhetischen Konzepten, ökonomischen Kreisläufen und dem monetären Wert von Schönheit auseinander. Unter dem Titel Tulipmania diskutierte er mit Jan Verwoert im Juli 2014 die Widersprüche zwischen abstrakten Ökonomien und konkreten Realitäten, seine Recherchen zur niederländischen Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts sowie andere historische und zeitgenössische spekulative Dynamiken bei Le Foyer. 
Als Erweiterung des Gesprächs konzipiert, umfasst die gleichnamige Publikation ein überarbeitetes Transkript und eine umfangreiche Bildfolge von Pascal Schwaighofer. Anlässlich der Erscheinung des Buches wird an diesem Abend der eine oder andere inhaltliche Strang weiter verfolgt.

Pascal Schwaighofer / Jan Verwoert, Tulipmania, 2016
Nachwort von Anna Francke / Gioia Dal Molin, deutsch, 128 S., 64 Farbtafeln, Lesezeichen, hrsg. von Le Foyer bei edition fink, Zürich 

Freitag, 11. März 2016, 19h








TULIPMANIA

book release Tulipmania

31. Januar 2016, 14 Uhr, Kunstmuseum Luzern
Mit einer performativen Lesung von Pascal Schwaighofer im Rahmen der Ausstellung Sviluppo-Parallelo

Tulipmania. Pascal Schwaighofer, Jan Verwoert
Mit einem Nachwort von Anna Francke & Gioia Dal Molin 
128 Seiten (dt.), 64 Farbtafeln, 17 × 12 cm, Fadenheftung ohne Umschlag, Lesezeichen
ISBN 978-3-03746-194-5

Die Publikation Tulipmania basiert auf dem gleichnamigen Gespräch, das Pascal Schwaighofer und Jan Verwoert am 3. Juli 2014 bei Le Foyer in Zürich führten.

Herausgegeben von Le Foyer, Zürich
edition fink, Zürich

© 2016







Fotos: Noah Stolz Stella Maris Archive





conversation XXXVII

3.7. Pascal Schwaighofer (*1976, CH, lebt und arbeitet in Zürich) im Gespräch mit Jan Verwoert (Kunsthistoriker und Autor, Dozent Piet Zwart Institute, Rotterdam, lebt und arbeitet in Berlin)

Tulipmania

Konzeptuelle Fragestellungen koppelt Pascal Schwaighofer oft mit eigentümlichen handwerklichen Verfahren und eignet sich dafür althergebrachte Techniken an. Für das mehrteilige Projekt Economimesis, das er 2013 in der Galerie Barbara Seiler ausstellte, näherte er sich über die traditionelle türkische Maltechnik Ebru thematisch und motivisch der Tulpenmanie in den Niederlanden im 17. Jahrhundert an. Die Auswüchse dieser ersten gut dokumentierten Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte sowie spekulative Dynamiken im zeitgenössischen Kunstsystem stellt er zusammen mit Jan Verwoert bei Le Foyer zur Diskussion.

Donnerstag, 3. Juli 2014, 20h

 Jan Brueghel d.J., Persiflage auf die Tulpomanie, 
2. Viertel 17. Jahrhundert, Frans-Hals-Museum Haarlem