Exhibition



Claudia de la Torre

The Questions Library


In 2013 Claudia de la Torre (*1986, Berlin) started The Questions Library as an ongoing project with the aim of gathering, classifying, and showing books whose titles are phrased as questions. For the project’s 4th edition in Zürich visitors are again invited to donate books containing questions in the title and thus enlarging the library’s stock – now about 500 titles – with their contribution. 


Organised in collaboration with edition fink, Zürich.

Exhibition
21 – 23 April 2017

Opening and book presentation
The Questions Library Catalogue, fink twice 506, Zürich, 2016

Thursday 20 April, 6 pm

Can I send a fax from the library?
Claudia de la Torre in conversation with Roland Früh, head of Kunstbibliothek Sitterwerk, St. Gallen

Friday 21 April, 7 pm

Opening hours
Friday 1–7 pm

Saturday / Sunday 2–6 pm

and by appointment










let me go... down / Performance


let me go … down
Performance by Robert Steinberger
in collaboration with Guillaume Trionfo

Thursday April 6th 8:00 pm
Saturday April 8th 8:00 pm – Conversation with Nathan Schocher (Philosopher & Gender Theorist) following the performance

hosted by Le Foyer and Wagner & Friends

Screening



How to decide what to do with your life


Können andere Entscheidungen zu anderen Realitäten führen? Lassen sich Lebensläufe verändern? Inwiefern prägt das soziale Umfeld? Und welche Rolle spielt der Zufall? Solch biografische Fragestellungen waren Ausgangspunkt von Lena Maria Thürings mehrteiligem Projekt How to decide what to do with your life, das sie 2016 bei Le Foyer realisierte.

Ausgehend von Interviews erarbeitete Lena Maria Thüring in einem mitunter fiktionalisierenden Schreibprozess ein Skript aus biografischen Fragmenten, das als Grundlage für eine performative Inszenierung mit vier SchauspielerInnen und einer Filmcrew in einem installativen Setting diente. Indem sich eindeutige Zuschreibungen bereits im Skript auflösten und Rolle und Person der Schauspielerinnen nicht länger eindeutig getrennt waren, wurden biografische Verläufe zum Gegenstand eines Spiels von Potentialitäten. Nach der im Herbst 2016 im Helmhaus Zürich ausgestellten Videoinstallation, die von zwei Handkameras gefilmte Probesituationen zeigt, schliesst das Screening bei Le Foyer das Projekt ab.


Freitag 31. März, 2017, 18.30 Uhr


How to decide what to do with your life wurde massgeblich vom Kunstkredit Basel-Stadt und von der Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung unterstützt sowie mit einem Werkbeitrag der Stadt Zürich ausgezeichnet.

 Foto: Nadia Schneider


Conversation XLVII



Vittorio Santoro (*1962, Zürich und Paris) im Gespräch mit Linda Jensen (Kuratorin und Mitherausgeberin Torrent, Magazine for Source Material by Artists, Zürich) 

Searchin For... (An Evening in Zurich) 

Vittorio Santoros konzeptuelle Arbeiten gehen von literarischen, soziopolitischen und anderen Referenzen aus, die er auf räumliche oder performative Dimensionen hin weiter denkt. Dabei setzt er sich mit wechselseitigen Bezügen von Wahrnehmung und Verkennung, von kulturellem Gedächtnis und Anästhesie sowie mit gesellschaftlichen Kontrollmechanismen auseinander. Mit der Installation In/Voluntary Movement Diagram (Josef K.) (2014) konzipierte er beispielsweise eine Art architektonisches Diagramm, das die Bewegungen von Franz Kafkas Protagonisten Josef K. im ersten Kapitel von Der Prozess (1925) in eine reduzierte räumliche Situation übersetzt.

Gemeinsam mit Linda Jensen gestaltet Vittorio Santoro bei Le Foyer einen Abend, der sich um Fragen nach dem Suchen, Verfolgen, Aufzeichnen und Reaktivieren von Bewegungen und Spuren dreht. Dabei werden auch die «real-time activity» Mapping/Erasing (2016) und die Diaprojektion Searching For… (A Day and Night in Amsterdam), II (20122014) eine Rolle spielen. Gespräch in Englisch / Deutsch.

Freitag, 17. Februar 2017, 19.00


 
 Vittorio Santoro, Searching For… (A Day and Night in Amsterdam), II (20122014)

Conversation XLVI


Uriel Orlow (lebt in London und Zürich) im Gespräch mit Kadiatou Diallo (lebt in Kapstadt und Basel) 

Points (of) Perspective (on) Positioning 

Positionierung bestimmt Perspektive und vice versa. Im öffentlichen Raum werden Positionen politisch und werfen Fragen auf. 

Worauf richtet man den eigenen Blick? Wohin will man ihn lenken? Von wo blickt man? Als Insider oder Outsider? Und vor allem wie blickt man? 

Kadiatou Diallo und Uriel Orlow stellen sich diese Fragen in ihrer respektiven Praxis als Kuratorin und Künstler immer wieder neu und versuchen ihnen im gemeinsamen Gespräch bei Le Foyer nachzugehen.

Dienstag, 6. Dezember, 19h30

 Uriel Orlow, Yellow Limbo

screening

INFRASTRUCTURES
 
Filmscreening und Gespräch mit AurèleFerrier (*1975/CH, lebt und arbeitet in Zürich)


In seinen Videoarbeiten beschäftigt sich Aurèle Ferrier immer wieder mit der Leere – im eigentlichen wie im übertragenen Sinne. Im Videoessay DESERT TALKS (2014) fährt die Kamera langsam über karge Steppenlandschaften oder zeig Strassen einer chinesischen Grossstadt, derweil aus dem Off die Stimmen von Menschen klingen, die sich über die Begriffe der Leere und der Wüste Gedanken machen. Bei Le Foyer zeigt Aurèle Ferrier seinen Film INFRASTRUCTURES (2014, 23’), der dem Moment der Leere inmitten der Zivilisation nachspürt. In leeren Grossraumbüros, Shoppingcenters oder Vorstadtstrassenzeilen offenbart sich nicht nur die Details der architektonischen Formen, sondern wird auch ein gewisses Unbehagen in diesen menschenleeren «Infrastrukturen» spürbar.

Sonntag, 27. November 2016, 18


Filmstill, INFRASTRUCTURES, © Aurèle Ferrier

lecture-performance



Performance mit Gioia Dal Molin, Anna Francke, Petra Koehle, Georg Rutishauser, Riikka Tauriainen, Nicolas Vermot-Petit-Outhenin 

[f: la répète] 

Die Lecture Performance [f: la répète] basiert aus dem gleichnamigen zweiteiligen Rechercheprojekt bei Le Foyer. Der Ausdruck «la répète» wird für Theater- oder Tanzproben verwendet, als Kurzform von «répétion» verweist er aber auch auf eine Wiederholung. Im Zentrum des Projekts stehen die Auseinandersetzung mit postkolonialer Kritik und Theorie, Selbst- und Fremdrepräsentation, den Überschneidungen von Gender mit ökonomischen und ideologischen Kategorien oder mit den Nachwirkungen der Verstrickungen der Schweiz in einer (post-)kolonialen Weltordnung mittels archiv- oder lektürebasierten Recherchen und Gesprächen mit Gästen. Aus dem Material Audio-, Foto- und Filmaufnahmen, Text- und Archivauszüge, – sind Skripte entstanden, die sowohl Aufzeichnungsverfahren als auch Grundlagen für Aufführungen oder Umsetzungen sind.


Freitag, 25. November 2016, 18h

VOLUMES Independent Art Publishing Fair

Stall 6, Gessnerallee, Zürich