conversation VI / Alexandra Navratil & Jelena Rakin / 14/12/11


 

Alexandra Navratil (*1978, lebt und arbeitet in Zürich und Amsterdam) im Gespräch mit
Jelena Rakin (*1982, lebt und arbeitet in Zürich) 
   
Sample Frames – Colours in Silent Film

Die Auseinandersetzung mit Erzeugnissen der visuellen Kultur seit 1900 und die daran gekoppelten gesellschaftlichen Deutungen sind ein wiederkehrendes Thema im Schaffen Alexandra Navratils. In Sample Frames (2011) beschäftigt sie sich mit dem Aspekt der Farbe in Stummfilmen des frühen 20. Jahrhunderts; historische Farbmusterbücher für Filmkolorierung dienen ihr dabei als Fundus. Im Gespräch mit der Filmwissenschaftlerin Jelena Rakin diskutiert sie Techniken manueller Einfärbung von Filmstreifen, das an die Farbgebung gekoppelte erzählerische und symbolische Moment und inwiefern die realitätsgetreu angelegte Abbildung der Welt von persönlicher Farbwahrnehmung geprägt ist.

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 19h30 

Mehr Informationen zu den Gesprächspartnerinnen: 

Alexandra Navratil
Jelena Rakin






Sample Frames — 
Installation with 4 synchronized slide-projectors,
81 images on each projector, loop, 2011


conversation V / Hannah Weinberger & Adam Szymczyk / 7/12/11


     


Hannah Weinberger (*1988, lebt und arbeitet in Basel und Zürich) im Gespräch mit 
Adam Szymczyk (*1970, Direktor Kunsthalle Basel)
 
Hannah Weinbergers Arbeit zielt auf die räumliche Intervention. Dabei bedient sie sich der Musik. Inwiefern sich ihre künstlerische Praxis vom kompositionellen Zugang einer Musikerin abgrenzt, diskutiert sie anlässlich ihrer bevorstehenden Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel (Januar 2012) mit deren Direktor und Kurator der Ausstellung Adam Szymczyk. Im Gespräch gehen die Gesprächspartner u.a. darauf ein, was es heisst nicht objektbezogene Arbeiten im Rahmen eines institutionellen Ausstellungsraumes zu präsentieren.
 
Mittwoch, 7. Dezember 2011, 19h30
 
Mehr Informationen zu den Gesprächspartnern:
 
Hannah Weinberger
Adam Szymczyk



conversation IV / Tina Braegger & Laura Koerfer / 17/11/11




Tina Braegger (*1985, lebt und arbeitet in Zürich) im Gespräch mit 
Laura Koerfer (*1985, lebt und arbeitet in Zürich)
  
Sunday with Mr. C: An Audiodocumentary by Andy Warhol Starring Truman Capote (1973)
 
Pop-Art Künstler Andy Warhol (1930–1987) und Schriftsteller Truman Capote (1924–1984) schlendern an einem Sonntag in den frühen 1970er Jahre durch New York. Sie unterhalten sich über die Rolling Stones, über das Geheimnis der Kunst, über Partys, über Mörder und Eichhörnchen... Subjektive Wertungen und oberflächlicher Tratsch werden mit professionellen Einsichten verwoben. Ihr Gespräch mäandert, fokussiert und schweift ab. Das 1973 im Rolling Stone Magazine erschienene Interview gibt Einblick in einen zeitspezifischen Kosmos. Die Künstlerin Tina Braegger (*1985) und die Theaterregisseurin Laura Koerfer (*1985) lesen daraus vier Passagen vor, die sie als aktuell empfinden. Mit ihrem performativen Zugang schaffen sie einen Ausgangspunkt um über das Gespräch als "informellen" Austausch, den künstlerischen Prozess oder Formen der Identitätskonstruktion zu diskutieren.

Donnerstag, 17. November 2011, 19h30
 
Mehr Informationen zu den Gesprächspartnerinnen:

Tina Braegger
Laura Koerfer
    
Zum Thema:
    

conversation III / Gregory Polony & Thomas Galler / 8/11/11





 


Gregory Polony (*1984, lebt und arbeitet in Zürich) im Gespräch mit 
Thomas Galler (*1970, lebt und arbeitet in Zürich)
   
Stacks of Books

Gregory Polony entwickelt seine konkreten, auf den Ausstellungsraum bezogenen Installationen oft angeregt von Anekdoten oder Kurzmeldungen. Sein Interesse für Begebenheiten, die sich neu kontextualisieren lassen, dehnt sich auch auf Passagen in bestehenden Erzählungen aus. Hier ist es besonders die Beschreibung von neuem Leben an dystopischen Orten, die ihn fasziniert, und die er quer durch Science Fiction, Fotoessays oder Textsammlungen verfolgt. Thomas Galler hat 2010 einen Atelieraufenthalt in Kairo verbracht. Neben seinen mehrfach ausgezeichneten Werken fiel 2009 seine Publikation Walking through Bagdad with a Buster Keaton face auf. Der gemeinsame Streifzug durch die persönliche Handbibliothek führt die beiden Künstler entlang von Begriffen wie 'Isolation', 'Horizont', das 'Unsichtbare' sowie 'Langeweile' in den entrückten Alltag fiktionaler und realer Bedrohungsräume.
 
Dienstag, 8. November 2011, 19h30






Mehr Informationen zu den Künstlern:
 
Gregory Polony
Thomas Galler
 
Stack of Books, Music and Videos by Gregory
 

Paul Virilio, Bunker archéologie, Paris 1975
Ray Bradbury, Fahrenheit 451, London 1954
Kenzaburô Oé, Gibier d'élevage, Paris 2002 [1958]
Ingo Niermann, Solution 186-195, Dubai Democracy. Where Desert Dreams Come True, Berlin 2010
Momus, Solution 214­–238, Books of Japan. Things are conspicious in their Absence, Berlin 2011
Mamuro Oshii, Ghost in the Shell, 1995
Yoko Kanno, «Road to the West» (performed by The Seatbelts, Cowboy Beebop OST 3), 1999
«Sharks», National Geographic (VHS), 1988
«Bahamas Blue Holes. Time Capsules», in: National Geographic Magazine, August, 2010
Isolée, We Are Monster, 2005
J. G. Ballard, Nouvelles Complètes: Volume 2 (1963–1970), Paris 2009
Thomas Kapielski, Sozialmanierismus, Berlin 2001
Miku Hatsune, Vocaloïd
Georges Perec, W ou le Souvenir d'enfance, Paris 1975
Ann Morris Reynolds, Robert Smithson. Learning from New Jersey and Elsewhere, Cambridge 2003
Shuhei Hosokawa, «The Walkman Effect», in: Popular Music, 4, 1984, S. 165-180
Boris Vian, Et on tuera tous les affreux, Paris 1948 & J'irai cracher sur vos tombes, Paris 1946




conversation II / Yannic Joray & Timur Si-Qin / 9/10/11




Yannic Joray (*1986, lebt und arbeitet in Zürich) im Gespräch mit 
Timur Si-Qin (*1984, lebt und arbeitet in Berlin)

The Cost of Abstraction
 
Virtuelle Räume, künstlich erzeugte Realitäten und Design als Material einer globalisierten und vernetzten Welt des 21. Jahrhunderts sind zentrale Themen im Schaffen von Yannic Joray und Timur Si-Qin. Als Gesprächsgäste im Le Foyer denken sie die heutige Gesellschaft als ein komplexes dynamisches System und den Menschen in seinem physiologischen Sein. Hierbei gehen sie unter anderem von Manuel de Landas (*1952, Mexiko-Stadt) Schrift „Phylum: A Thousand Years on Nonlinear History“ von 1997 aus. Ihr assoziativer Gedankenaustausch umreisst dabei ein Verständnis der künstlerischen Praxis an sich.

conversation I / Giles Bailey & Fabian Schoeneich / 23/9/2011


Giles Bailey (*1981, lebt und arbeitet in London) im Gespräch mit/in conversation with 
Fabian Schoeneich (*1985, lebt und arbeitet in Basel)
   
The Wooster Group
  
Anordnungen und Konstruktionen von Texten aus den verschiedensten Quellen sind zentrale Themen in den Performances des britischen Künstlers Giles Bailey. Als besonders ergiebig erweisen sich für ihn dabei die Gefässe Literatur, Kino und Theater. Die 1975 in New York begründete Theatergruppe "The Wooster Group" gilt als Wegbereiterin eines Theaters der Dekonstruktion, die ursprüngliche Textgrundlage wird im Spiel- und Sprechakt aufgebrochen und neu angeordnet. Als Gesprächsgast im Le Foyer stellt Giles Bailey seine Beschäftigung mit "The Wooster Group" zur Diskussion.
British artist Giles Bailey's (*1981, lives and works in London) performances' main subjects are arrangements and constructions of texts originating from a variety of sources, essentially deriving from literature, cinema and theatre as a starting point. One of these sources of inspiration is the theatre troupe "The Wooster Group" which was founded in 1975 in New York and is widely considered as thekey enabler of a theatre of deconstruction. In "The Wooster Group's" plays, the original texts are deconstructed, fractured and re-arranged. As guest in Le Foyer, Giles Bailey puts his involvement with "The Wooster Group" up to discussion.
   
23. September 2011, 19h30 
    
Mehr Informationen über den Künstler/on the artist:
    
    
Aktuelle Ausstellung/Current show:
Giles Bailey - Talker Catalogue, bis/until 22. Oktober 2011
kuratiert von/curated by Fabian Schoeneich
    
Zum Thema/on the subject:
    
Literatur/literature:
   
Johan Callens (Hg.), The Wooster Group and ist traditions (Dramaturgies 13), Brüssel 2004. 
David Savran, The Wooster Group 1978-1985. Breaking the rules (Theater and dramatic studies 39), Ann Arbor 1986.


Fotos: © Irma Immer