conversation X / Liliane Puthod & Daniel Suter / 27/3/12


 
Liliane Puthod (*1986, lebt und arbeitet in Genf) im Gespräch mit
Daniel Suter (Freier Kurator, Marks Blond Project, Bern/Dozent Haute école d’art et de design HEAD, Genf)

Die Schrift Utopies réalisables (Paris,1976) des französischen Architekten Yona Friedman (*1923) ist Ausgangspunkt eines Gesprächs zwischen Liliane Puthod und Daniel Suter. Entlang von Friedmans visionärem Manifest und mit Blick auf ihr eigenes, in dieser Auseinandersetzung gewachsenes Bild- und Textarchiv fragen sie nach den Möglichkeiten einer gegenseitigen Appropriation von Raum und Körper, humanen und sozialen Werten oder nach den Verbindungen zwischen einer radikalen, utopischen Architektur und den Strukturen und Formen biologischer Organismen.

Dienstag, 27. März 2012, 19h30



Literatur

Yona Friedman, Drawings & model. Dessins & maquettes, Dijon 2010.
Yona Friedman, Utopies réalisables, Neuauflage, Paris 2000 [Deutsch erschienen als: Machbare Utopie. Absage an geläufige Zukunftsmodelle, Frankfurt a. M. 1979]
Yona Friedman, Pour une architecture scientifque, Paris 1971.

Hans-Ulrich Obrist, Yona Friedman (The Conversation Series, Bd. 7), Köln 2007.


conversation IX / Dominik Hodel & Andreas Hägler / 15/3/12

Le Foyer zu Gast an der Plattform 12

Dominik Hodel (*1986, lebt und arbeitet in Luzern) im Gespräch mit
Andreas Hägler (*1981, lic. phil., Assistent am Lehrstuhl für Amerikanistik an der Universität Basel)

"So much depends
upon"

Als Gesprächsgäste im Le Foyer sprechen Dominik Hodel und Andreas Hägler über das Werk des Dichters William Carlos Williams. Der amerikanische Lyriker setzte sich intensiv mit anderen Kunstformen auseinander und entwickelte dadurch eine neue Form von Poesie, die durch ihre Einfachheit und Unmittelbarkeit besticht und von seiner anti-elitären Sicht auf die Welt zeugt. Williams' "picturepoems" sind nicht nur von der modernen Kunst inspiriert, sondern dienten auch selbst als Grundlage für diverse Kunstwerke. Neben dem Vortrag ausgewählter Gedichte wird William Carlos Williams' Werk im Dialog umrissen. Die Intermedialität der Gedichte und wie Dominik Hodel diese auf seine künstlerischen Arbeiten überträgt steht dabei im Zentrum.

Donnerstag, 15. März 2012, 19h30 


ewz-Unterwerk Selnau

Selnaustrasse 25

8001 Zürich

Literatur

William Carlos Williams, Sour grapes. A book of poems, Boston 1921. 
William Carlos Williams, Spring and all, 1923. 

exhibition I / Gaël Epiney / 22/2/2012


Forget About Crystal Mountain

Die Ausstellung Forget About Crystal Mountain zeigt jüngst entstandene Zeichnungen, Linolschnitte und Radierungen sowie eine sechsteilige Serie von runden MDF-Objekten des Westschweizer Künstlers Gaël Epiney (*1986, lebt und arbeitet in Fully/VS und Berlin). Topographisch anmutende Strukturen und kristalline Formen sind zentrale Elemente in seinen oft abstrakt-geometrischen Bildfindungen, die unter anderem von der Auseinandersetzung mit der tibetischen Thangka-Malerei geprägt sind. Mit dem Motiv des 'Crystal Mountain' spielt Epiney ironisch auf exotische Projektionen der Wohlstandsgesellschaft in einer kulturell globalisierten Welt an.

Eröffnung: Mittwoch, 22. Februar 2012, 19h
Ausstellung: 23. Februar bis 3. März 2012
Öffnungszeiten: Mi–Fr: 16–20h, Sa: 12–18h

 

The exhibition Forget About Crystal Mountain shows recent drawings, linocuts and etchings as well as a series consisting of six round MDF-objects by Gaël Epiney (*1986, lives and works in Fully/VS and Berlin). The pictorial inventions are influenced by the artist’s involvement with the Tibetan Thangka-Painting. Structures reminding of topographical shapes and crystalline forms are essential elements in his often abstract-geometric works. By the motif of the 'Crystal Mountain', Epiney presents a partially ironic commentary on exotic projections of the affluent society in an increasingly globalized world.
Opening: Wednesday, February 22 2012, 7pm
Exhibition: February 23 – March 3 2012
Opening hours: Wed–Fri 4–8pm, Sat 12–6pm 

conversation VIII / Claudia Comte & Guillaume Pilet / 23/02/12

Claudia Comte (*1983, lebt und arbeitet in Lausanne und Berlin) im Gespräch mit 
Guillaume Pilet (*1984, lebt und arbeitet in Lausanne)

From Acapulco to Zanzibar

Die Kombination von unterschiedlichen Holz- oder Steinarten und das Spiel mit geometrischen, modernistisch anmutenden Formelementen sind in Claudia Comtes Arbeit zentral. Mit dem Künstler Guillaume Pilet teilt sie seit dem gemeinsamen Studium an der École Cantonale d’Art de Lausanne (ECAL) Ideen und Ansichten über die Kunst sowie ein spezifisches Interesse für indigene Kulturen oder für die Gestaltung von Ausstellungsarchitektur. Die gemeinsame Faszination für die surrealistische Praxis des Zusammenstellens von Fragmenten („cadavre exquis“), mündet aktuell in einem „Vier-Hände“-Zeichnungsprojekt, bei dem aus der zufälligen Assemblage totemhafte Figuren entstehen. Als Gäste im Le Foyer sprechen Comte und Pilet über formale Ähnlichkeiten von abstrakten Bildelementen in Kunst und Cartoons. Wenn Claudia Comte in The Simpson Carpet (2010) den Teppich aus dem animierten Simpson-Wohnzimmer in eine abstrakte Bodenskulptur verwandelt oder in der Ausstellungspublikation Welcome to Colorful. Le Livre (2010) Malewitschs schwarzem Quadrat angeschnittene Kreisformen als Micky-Mouse-Ohren hinzufügt, wird Abstraktion anspielungsreich interpretiert.
 
Donnerstag, 23. Februar 2012, 19h30

Mehr Informationen zu Künstlern:

Claudia Comte
Guillaume Pilet: Blancpain, Forde

Funny Little Bunny – A Silly Symphony created by the Walt Disney Studio









conversation VII / Gina Folly & Martin Stoecklin / 14/02/12

Gina Folly (*1983, lebt und arbeitet in Zürich und Basel) im Gespräch mit
Martin Stoecklin (*1983, Grafiker, lebt und arbeitet in Zürich)

Down Dog. My Karma is my Kodak

Im Gespräch nehmen Gina Folly und Martin Stoecklin das Format des Reiseberichts als kommentierten Diavortrag auf. Sie zeigen analoge Fotografien, die während zwei getrennt voneinander unternommenen Reisen in Los Angeles und in Indien entstanden sind. Die für das Gespräch im Le Foyer fotografisch angelegte „Materialsammlung“ dient dazu, Ordnungskriterien für abgebildete Materialien und Formen zu entwickeln. Dabei stehen die Wahrnehmungs- und Realitätsebenen des Bildes, die bildhafte Qualität von Objekten und die objekthafte Qualität von Bildern zur Diskussion. Ausserdem zeigt sich, inwiefern die Sammlung als ein thematisch präsentierter Atlas für Folly Werkcharakter hat und wie sie diesen für ihre künftigen Arbeiten nutzen will.

Aus industriellen Halbfabrikaten stellte Gina Folly in Versuchsanordnungen bislang mehrfach skulpturale Sets zusammen. Sie verfremdete die Oberflächen der einzelnen Module soweit, dass die Objekte dabei fetischisiert, ihrer ursprünglichen Erscheinung und Funktion enthoben wurden.

 
Dienstag, 14. Februar 2012, 19h30

Mehr Informationen zu den Gesprächpartnern:

Gina Folly
Martin Stoecklin



conversation VI / Alexandra Navratil & Jelena Rakin / 14/12/11


 

Alexandra Navratil (*1978, lebt und arbeitet in Zürich und Amsterdam) im Gespräch mit
Jelena Rakin (*1982, lebt und arbeitet in Zürich) 
   
Sample Frames – Colours in Silent Film

Die Auseinandersetzung mit Erzeugnissen der visuellen Kultur seit 1900 und die daran gekoppelten gesellschaftlichen Deutungen sind ein wiederkehrendes Thema im Schaffen Alexandra Navratils. In Sample Frames (2011) beschäftigt sie sich mit dem Aspekt der Farbe in Stummfilmen des frühen 20. Jahrhunderts; historische Farbmusterbücher für Filmkolorierung dienen ihr dabei als Fundus. Im Gespräch mit der Filmwissenschaftlerin Jelena Rakin diskutiert sie Techniken manueller Einfärbung von Filmstreifen, das an die Farbgebung gekoppelte erzählerische und symbolische Moment und inwiefern die realitätsgetreu angelegte Abbildung der Welt von persönlicher Farbwahrnehmung geprägt ist.

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 19h30 

Mehr Informationen zu den Gesprächspartnerinnen: 

Alexandra Navratil
Jelena Rakin






Sample Frames — 
Installation with 4 synchronized slide-projectors,
81 images on each projector, loop, 2011


conversation V / Hannah Weinberger & Adam Szymczyk / 7/12/11


     


Hannah Weinberger (*1988, lebt und arbeitet in Basel und Zürich) im Gespräch mit 
Adam Szymczyk (*1970, Direktor Kunsthalle Basel)
 
Hannah Weinbergers Arbeit zielt auf die räumliche Intervention. Dabei bedient sie sich der Musik. Inwiefern sich ihre künstlerische Praxis vom kompositionellen Zugang einer Musikerin abgrenzt, diskutiert sie anlässlich ihrer bevorstehenden Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel (Januar 2012) mit deren Direktor und Kurator der Ausstellung Adam Szymczyk. Im Gespräch gehen die Gesprächspartner u.a. darauf ein, was es heisst nicht objektbezogene Arbeiten im Rahmen eines institutionellen Ausstellungsraumes zu präsentieren.
 
Mittwoch, 7. Dezember 2011, 19h30
 
Mehr Informationen zu den Gesprächspartnern:
 
Hannah Weinberger
Adam Szymczyk